Berufsorientierung
(Arbeitserprobung/Eignungsabklärung)
In Zusammenarbeit mit den Rehabilitationsberatern der Agenturen für Arbeit bieten wir eine fachspezifische Berufsorientierung in Form von Kurzarbeitserprobungen, Arbeitserprobungen und Orientierungslehrgängen in gewünschten Ausbildungsgängen (Eignungsabklärung) an. Die Durchführung und Auswertung dieser Maßnahmen organisieren und koordinieren die Ausbildungsleitung gemeinsam mit den Fachdiensten und Ausbildern.
Gemeinsames Ziel von Arbeitserprobung bzw. Eignungsabklärung ist die Erstellung eines einvernehmlichen Eingliederungsvorschlages, der Ihren individuellen Interessen und Voraussetzungen entspricht.
Eine Arbeitserprobung dauert in der Regel 2 - 4 Wochen und kann bei Nichteignung für das vorgeschlagene Berufsfeld auf weitere Berufsfelder ausgedehnt werden. Die Eignungsabklärung umfasst eine Interessenfindung und Eignungsüberprüfung in mehreren Berufsfeldern sowie die Festigung der beruflichen Vorstellungen des Rehabilitanden und kann bis zu 3 Monate andauern.
Während der jeweiligen Berufsorientierungsmaßnahme erfolgt eine Untersuchung durch die Orthoptistin und eine Überprüfung der verwendeten Hilfsmittel mit dem Ziel, diese zu optimieren.
Berufsvorbereitende Bildung (BVB)
Eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) stellt eine Übergangshilfe zwischen Schule und Berufsausbildung dar. Sie ist vorrangig für Jugendliche und junge Erwachsene relevant, welche zwar ein berufsreifes Alter erreicht haben, aber aus unterschiedlichen Gründen noch nicht in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt integriert werden konnten. Ziel ist es, die zur Berufsausbildung notwendige soziale Reife zu erreichen, größere Grundwissenslücken zu schließen, blinden- und sehbehindertenspezifische Arbeitstechniken zu vermitteln und damit einen erfolgreichen Berufseinstieg zu ermöglichen.
Unsere berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme umfasst elf Monate und verläuft in den auf den Einzelfall abgestimmten Qualifizierungsebenen:
- Eignungsanalyse
- Grundstufe (Kernelement Berufsorientierung/Berufswahl)
- Förderstufe (Kernelement berufliche Grundfertigkeiten)
- Übergangsqualifizierung (Kernelement Berufs- und betriebsorientierte Qualifizierung)
- Stabilisierungsstufe
Nach Abschluss der Eignungsanalyse wird mit jedem Teilnehmer ein individueller Qualifizierungsplan erstellt. Die Inhalte der fachlichen Durchführung richten sich nach dem jeweiligen Berufsfeldern und dem Förderbedarf. Ein fester Bestandteil der Maßnahme ist auch der Unterricht in der Berufsschule mit wenigen Stunden in der Woche, in welchem Grundkompetenzen weiter gefördert werden. Zur Behebung theoretischer Defizite gibt es die Möglichkeit, den begleitenden Stütz- und Förderunterricht in Deutsch und Mathematik in Anspruch zunehmen. Verbessert werden sollen der Umgang mit anderen Menschen und die Motivation, eine Ausbildung beharrlich zu absolvieren bzw. im Arbeitsalltag zu bestehen. Die Lehrgangsteilnehmer werden bei der Suche nach einem geeigneten Praktikums-, Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz unterstützt.

Sabine Gerstenberger
tel. +49 (0) 371 / 3344-136
eMail. sgerstenberger(at)bbw-chemnitz.de

