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Frühförderung umfasst pädagogische und therapeutische Maßnahmen für Kinder, die behindert oder von Behinderung

Sinnesspezifische Frühförderung und Beratung

Das Bild Zeigt einen Jungen mit einer Lupe am Leuchtkasten.

Mit allen Sinnen erleben zu können, ist etwas Einzigartiges. Gerade unser Fernsinn Auge - ist nicht als Teilleistung zu verstehen, sondern als ein die gesamte Entwicklung durchdringendes Bedingungsgefüge. Der Mensch erobert sich damit seine Umwelt. Unsere Welt ist im höchsten Maße auf optische Wahrnehmung aufgebaut. Wenn die Sehfähigkeit ganz oder teilweise eingeschränkt ist, verändert sich die Eigen- und Fremdwahrnehmung erheblich und wirkt sich auf fast alle Entwicklungsbereiche des Kindes aus. Den komplexen Auswirkungen stellen wir ein ganzheitliches Förderangebot für betroffene Kinder und deren Eltern gegenüber. Sinnesspezifische Frühförderung ist daher keine zusätzliche therapeutische Methode, sondern ein Prinzip. Es ist unlösbar mit der ganzheitlichen Betrachtung und der Entwicklungsförderung Ihres Kindes in der Familie und seinem Lebensraum verbunden.

Die Förderung orientiert sich am speziellen Förderbedarf Ihres sehgeschädigten Kindes.

Dabei legen wir den Schwerpunkt auf die:

  • Nutzung und Erweiterung des Sehvermögens
  • gezielte Wahrnehmungsförderung
  • Unterstützung des Aufbaus ausgleichender Fähigkeiten
  • Entwicklung und den Aufbau kommunikativer Fähigkeiten
  • Förderung der Grob- und Feinmotorik und
  • heilpädagogische Spiel- und Kompetenzförderung

  

Das Foto zeigt ein Baby, bei dem das Sehen durch leuchtende Plastestäbe stimuliert wird.

Beratung und Begleitung

Gemeinsam mit Ihnen arbeiten wir an der bestmöglichen Förderung Ihres Kindes. So unterstützen und beraten wir Sie z. B. bei:

  • Der unmittelbaren Gestaltung des Lebensraumes
  • Der optimalen Hilfsmittelversorgung
  • Dem Übergang zur Schule
  • Der Kontaktanbahnung zu anderen betroffenen Familien

Wir arbeiten interdisziplinär mit allen an der Förderung Ihres Kindes beteiligten Fachkräften zusammen und tauschen uns mit anderen Professionen aus. Dazu gehört auch die Anleitung und Beratung der ErzieherInnen in der Tageseinrichtung.

Wann sollte Frühförderung beginnen?
So früh wie möglich, denn jeder Tag zählt. Frühförderung kann im Säuglings-, Kleinkind- und Kindergartenalter, auch begleitend in der Schuleingangsphase erfolgen.

Warum?
Die ersten Lebensjahre sind für die Entwicklung aller Kinder besonders wichtig. Durch vielfältige Erfahrungen und Anregungen, die Ihr Kind in den ersten Jahren aufnimmt und verarbeitet, werden entscheidende Weichen für die spätere Entwicklung gelegt.

Wo?
Die Frühförderung kann bei Ihnen zu Hause oder in unseren Räumen erfolgen. Wenn Ihr Kind bereits eine Tageseinrichtung besucht, kann die Frühförderung abwechselnd zu Hause und in der Kindereinrichtung stattfinden.

Wie?
Grundlage der Förderung ist die ganzheitliche Betrachtung Ihres Kindes in seiner Gesamtentwicklung. Wir nehmen die individuelle und familiäre Lebenssituation auf und stimmen die Förderung darauf ab.

Wie oft?
Ihr Kind kann je nach Bedarf und Schwere der Behinderung ein- bis zweimal wöchentlich gefördert werden.

Kostenträger?
Stellen Sie einen Antrag auf Kostenübernahme bei Ihrem zuständigen Rehabilitationsträger.

Für wen?
Sinnesspezifische Frühförderung und Beratung ist ein Angebot für: Kinder die sehbehindert / blind, hörsehbehindert / taubblind, mehrfach-, schwerstmehrfachbehindert und sehgeschädigt, von einer zentralen visuellen Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung betroffen sind. Außerdem richtet sich das Angebot an Eltern, Geschwister und andere Bezugspersonen.

Andrea Ledebuhr
Tel. +49 (0) 30 / 25567-347
eMail. aledebuhr(at)sfz-chemnitz.de
Besuchsadresse

Wussten Sie...?

Das menschliche Gehirn strukturiert und entwickelt seine Kompetenzen in den ersten 12 Lebensmonaten zu 50 Prozent. Bis zum Ende des dritten Lebensjahres um weitere 30 Prozent und bis zum 15. Lebensjahr um weitere 15 Prozent.
Diese Angaben beziehen sich auf die gesamte Gehirn- entwicklung zwischen der Geburt und dem Erwachse- nenalter. Dabei entwickelt sich das Sehen, Hören und die Sprache in kurzen, ganz begrenzten „Zeitfenstern“. Entscheidend ist demnach, was in den ersten drei Lebensjahren stattfindet und das können und wollen wir beeinflussen.

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