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Orientierung und Mobilität (O & M)

Menschen, die von starker Sehschädigung oder Blindheit betroffen sind, sind in hohem Maße in ihrer Bewegungsfreiheit und ihrer Orientierungsfähigkeit eingeschränkt.

In speziellen Schulungen in Orientierung und Mobilität (O & M) werden blinden und sehbehinderten Menschen Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt, die es ihnen ermöglichen, sich in ihrer Umwelt gezielt, sicher und selbständig fortzubewegen. 
 

Was leistet die Schulung?

Die im Folgenden genannten Unterrichtsbereiche und -gegenstände sind Schwerpunkte und zeigen Möglichkeiten der Schulungen in O&M auf, ohne dass jeder Teilnehmer jeden genannten Bereich durchlaufen muss.

  • Wahrnehmungsförderung u. a. optimale Ausnutzung des vorhandenen Seh- und/oder Hörvermögens, des Tast- und Geruchssinnes
  • Techniken der Sehenden Begleitung, Körperschutztechniken, Suchtechniken
  • Erlernen des Umganges mit dem Blindenlangstock (oder adaptierter Mobilitätshilfe)
  • Grundlegende Orientierungsstrategien u. a. Arbeit mit markanten Punkten, Plänen, verschiedenen Umweltmustern
  • Teilnahme am Straßenverkehr u. a. Verkehrs- und Kreuzungsanalyse, verschiedene Straßenüberquerungen
  • Einsatz elektronischer Hilfsmittel als Hindernismelder
  • Monokulartraining

 

(Textquelle: Faltblatt O & M herausgegeben vom DBSV und BOMBS)

Dieses Angebot erhalten Sie in den Sehzentren in Chemnitz, Dresden, Berlin und Königs Wusterhausen.

Wussten Sie?

Im Gegensatz zur Rehabilitation handelt es sich bei der Habilitation um die Förderung bestimmter Sehfunktionen innerhalb der sensitiven Phase (von Geburt bis ca. sechs/sieben Jahren) in der die Entwicklung des Sehsystems stattfindet. Besteht eine Sehfunktionsstörung von Geburt an, so ist die Anwendung der Habilitation besonders wichtig, denn nur hierdurch kann eine Schwachsichtigkeit vermieden werden.