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Leistungen aus einer Hand

Das Sehzentrum Fachgeschäft in Dresden ist spezialisiert auf Angebote für blinde und sehbehinderte Menschen bzw. Menschen mit Sehbeeinträchtigung.

Unsere qualifizierten Mitarbeiter beraten Sie zu Nachteilsausgleichen, führen Schulungen zum Erhalt der Selbstständigkeit durch, bieten unabhängige Hilfsmittelberatung, begleiten Sie bei Bedarf im Rahmen einer beruflichen Rehabilitation und bieten den Austausch mit Betroffenen.

Die Beratungsmaßnahme wird durch das Sozialamt/SB Sozialplanung der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

Unsere Leistungen

Für Terminvereinbarungen oder Fragen nutzen Sie bitte unten stehenden Kontakt.

Speziell ausgebildete und geschulte Fachkräfte stehen Ihnen für die:

  • Beratung zu Ansprüchen nach dem Schwerbehindertengesetz
  • Beratung zu sozialen Fragen
  • Unterstützung bei der Antragstellung
  • Beratung und ggf. Vermittlung an weiterführende Stellen
  • Beratung zu sozialrechtlichen Fragen
  • psychosoziale Beratung
  • Hilfe und Unterstützung in schwierigen Lebenslagen

zur Verfügung.

Die Beratung ist für blinde und sehbehinderte Menschen sowie deren Angehörige kostenfrei.
Bitte vereinbaren Sie für eine Beratung einen Termin.

Die Maßnahme wird durch das Sozialamt/SB Sozialplanung der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

Im Rahmen einer unterstützenden Begleitung (Case Management) besprechen wir Ihre aktuelle Lebenssituation und finden gemeinsam den individuellen Unterstützungsbedarf heraus. Sie erhalten dabei weiterführende Informationen und die zielorientierte Begleitung für die Entwicklung Ihrer persönlichen Perspektive.

Jede Sehbehinderung ist anders. Aus diesem Grund bedarf es einer genauen Sehfunktionsuntersuchung. Diese beinhaltet neben einer ausführlichen Anamnese u. a. die Prüfung der Sehschärfe, des Farb- und Kontrastsehens, des beidäugigen Sehens oder auch die Ermittlung des Vergrößerungsbedarfes. Berücksichtigung finden dabei ebenso Themen wie Blendempfindlichkeit oder Lichtbedarf. Anhand dieser Ergebnisse kann für Sie die bestmögliche Lösung gefunden werden, damit Sie Ihre vorhandene Sehfähigkeit im Alltag maximal einsetzen können.

Die Selbständigkeit wird gefördert und reduziert damit die eigentliche Sehbehinderung und begünstigt die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

Eine Arbeitsplatzuntersuchung wird häufig durch den Arbeitgeber oder Kostenträger (z. B. die Agentur für Arbeit, Integrationsamt oder die Rentenversicherung) empfohlen. Bei Interesse können Sie sich gern auch direkt an uns wenden. 

Ziel ist es, Ihren Arbeitsplatz optimal zu gestalten. Meist findet die Untersuchung vor Ort im Betrieb, an den Computerarbeitsplätzen oder in praktischen Arbeitsbereichen statt. Auch in Schulen und im häuslichen Umfeld ist eine Überprüfung möglich. Der Vorteil einer Untersuchung vor Ort ist die realistische Einschätzung, der am Arbeitsplatz vorhandenen Möglichkeiten und Gegebenheiten. Grundlage ist die Überprüfung der visuellen Funktionen durch eine Sehfunktionsuntersuchung.

Zusätzlich finden ergonomische Gegebenheiten an Ihrem Arbeitsplatz, wie Lichtverhältnisse, Arbeitsabstände, Arbeitsmaterialien eine Berücksichtigung. Als Ergebnis empfehlen wir anhand der ermittelten Ergebnisse entsprechende Optimierungen. Dies kann die Anpassung tätigkeitsbezogener Sehhilfen/Hilfsmittel oder auch die Empfehlung spezifischer Schulungen sein.

Gemeinsam finden wir mit Ihnen die richtige Lösung für ein besseres Sehen im Alltag, Schule und Beruf. Je nach individuellem Bedarf können Hilfsmittel oder ein spezielles Training zum Erhalt bzw. zur Wiedererlangung Ihrer Selbstständigkeit eine Möglichkeit darstellen. Dabei legen wir auf die Zusammenarbeit mit Ihrem Augenarzt sehr großen Wert.

Durch die Kooperation mit führenden Hilfsmittelherstellern verfügen die Sehzentren über eine breite Auswahl aktueller Produkte auf dem Hilfsmittelmarkt. Dabei steht die herstellerunabhängige Beratung im Vordergrund. Gern unterstützen wir Sie bei der Beantragung beim Kostenträger und sind Ihr kompetenter Partner bei der Hilfsmittelbeschaffung.

Die Hilfsmittelpalette im Überblick:

  • Optische Hilfsmittel: Lupen, Monokulare, Lupenbrillen, Kantenfilterbrillen
  • Elektronische Hilfsmittel: elektronische Lupen, Bildschirmlesegeräte, Tafelkamerasysteme, Vergrößerungssoftware, Screenreader, Vorlesesysteme, Braillezeilen
  • Akustische Hilfsmittel: Uhren, Küchen- und Personenwaagen, Thermometer, Blutdruckmessgeräte, Farberkennungsgeräte
  • Alltagshilfen: Leuchten, taktile Uhren, Punktschriftmaschinen, Unterschriftenschablonen, Euroboxen, Füllstandsanzeiger, Brett- und Kartenspiele
  • Kennzeichnungsmöglichkeiten: Langstöcke in verschiedenen Ausführungen, Armbinden, Anstecker

u. v. m.

Neben dem Training im Umgang mit den empfohlenen Hilfsmitteln, bieten wir auch spezifische Sehtrainings an.

Exzentrisches Sehtraining:

Bei Betroffenen mit zentralem Gesichtsfeldausfall, welches häufig ein Symptom der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) ist, kann mittels eines exzentrischen Sehtrainings eine Netzhautstelle außerhalb des Gesichtsfeldausfalls trainiert und das Lesen wieder ermöglicht werden.

Sehtraining bei cerebraler Sehstörung:

Bei cerebralen Sehfunktionsstörungen, hervorgerufen z. B. nach einem Unfall oder nach einem Schlaganfall können halbseitige Gesichtsfeldausfälle auftreten. In solchen Fällen ist ein Training der Blickzielbewegungen sinnvoll.

Während der BtG werden sehgeschädigtenspezifische Techniken vermittelt, die sowohl geburtsblinden, späterblindeten Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen als auch Menschen mit fortschreitenden Augenerkrankungen. Damit wird die Integration in das gesellschaftliche Leben und die selbstständige Bewältigung des privaten Alltags erleichtert. 

Die blindentechnische Grundausbildung erfolgt in den Bereichen Orientierung und Mobilität, Punktschrift, Lebenspraktische Fähigkeiten, 10-Finger-Tastschreiben und PC. Es stehen verschiedene blindentechnische Hilfsmittel wie z. B. Küchenhilfen, Langstöcke, Punktschriftmaschinen und PC mit Brailletechnik zur Verfügung, deren Gebrauch trainiert wird.

Die BtG wird als Individualschulung angeboten.

Menschen, die von starker Sehschädigung oder Blindheit betroffen sind, sind in hohem Maße in ihrer Bewegungsfreiheit und ihrer Orientierungsfähigkeit eingeschränkt.

In speziellen Schulungen in Orientierung und Mobilität (O & M) werden blinden und sehbehinderten Menschen Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt, die es ihnen ermöglichen, sich in ihrer Umwelt gezielt, sicher und selbständig fortzubewegen.

Inhalte sind zum Beispiel:

  • Umgang mit dem Blindenlangstock (Technik und Anwendung in unterschiedlichen Umweltsituationen),
  • Schutz des eigenen Körpers,
  • Vermittlung grundlegender Orientierungsfertigkeiten,
  • Sensibilisierung der anderen Sinne,
  • sichere Straßenüberquerungen und Analyse des Verkehrsgeschehens,
  • optimale Ausnutzung des vorhandenen Sehvermögens und ggf. Handhabung optischer Hilfsmittel usw.

Während der Schulung in lebenspraktischen Fähigkeiten werden sowohl blinden- als auch sehbehindertenspezifische Fähigkeiten im Einzelunterricht vermittelt, mit dem Ziel, die Selbständigkeit im Alltag zu erweitern. Sie beinhaltet unter anderem das Erlernen und Anwenden spezieller Fähigkeiten bei Tätigkeiten im Rahmen:

  • der Körperpflege (Nagelpflege etc.)
  • des Haushalts (Reinigungsarbeiten, Wäschepflege etc.)
  • der Zubereitung von Speisen (Schäl- und Schneidetechniken,
  • Dosieren und Abmessen von Zutaten, Kochen am Herd etc.)
  • der Einnahme von Mahlzeiten (Schneide- und Schiebetechniken mit Messer und Gabel, Eingießen von Getränken etc.)
  • der Bedienung elektrischer Haushalts- und Küchengeräte
  • des Sortierens und Aufbewahrens von Lebensmitteln oder Kleidern in den Schränken (Ordnungs- und Markierungssysteme)
  • des selbständigen Einkaufens (Unterscheiden von Münzen und Geldscheinen, Unterschreiben können) usw.

Der Inhalt und die Schwerpunkte der Schulung orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen und Anliegen des Teilnehmers.

Schulung in Voll- und Kurzschrift.

Zu Beginn der Schulung wird durch intensive taktile lesevorbereitende Maßnahmen der Tastsinn sensibilisiert. 

Der Teilnehmer erlernt den Aufbau der Punktschrift (Alphabet inklusive Umlaute, Zahlen, Satzzeichen und Sonderzeichen) im 6-Punkte-System und den Umgang und Funktionsweise der mechanischen Punktschriftmaschine. Das Lesen und Schreiben der Voll- bzw. Kurzschrift wird vermittelt. 

Nach Abschluss der Maßnahme kann der Teilnehmer die Voll- bzw. Kurzschrift im Alltag und am Arbeitsplatz als Schriftmedium nutzen.

1+11 - Das Berufsleben selbst gestalten

1 + 11 ist ein Angebot für Menschen, die wegen ihrer Augenerkrankung in ihrer Berufsausübung stark eingeschränkt sind. Das Beschäftigungsverhältnis ist deshalb gefährdet oder die Arbeitslosigkeit ist schon eingetreten.  

"1": Unsere Mitarbeiter erarbeiten mit Ihnen innerhalb eines Monats Ihre beruflichen Perspektiven.

  • Ihre individuellen Vorstellungen,
  • Ihre beruflichen Fähigkeiten und Fertigkeiten,
  • Ihr Lebensumfeld,
  • Ihre Persönlichkeit und die Erkrankung

bilden die Grundlage für Ihre berufliche Wiedereingliederung.  

"11": Danach haben Sie in elf Monaten bei intensiver Begleitung und Unterstützung Zeit, Ihre persönlichen Ziele umzusetzen.  

Mögliche Herangehensweise:

  • Sicherung des bestehenden Beschäftigungsverhältnisses durch eine berufliche Anpassung an Ihrem Arbeitsplatz
  • sechsmonatige Begleitung und Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes
  • Unterstützung bei einer beruflichen Neuorientierung durch geeignete Schulungen und Qualifikationsangebote 

Diese Maßnahme wird zum Beispiel von der Deutschen Rentenversicherung, den Berufsgenossenschaften, der Agentur für Arbeit oder dem Integrationsamt übernommen.

Sie erlernen das 10-Finger-Tastsystem nach multisensorischer Lehrmethode (verschiedene Sinne werden angesprochen), notwendige Grundbegriffe der EDV, die Nutzung der Ziffern- bzw. Sonderzeichentastenreihe und festigen Ihre Kenntnisse im Schreibtraining mittels Übungen zur Geläufigkeit.

Nach Abschluss des Kurses ist der Teilnehmer in der Lage, Text, Zahlen und Sonderzeichen „blind“ auf der Tastatur zu finden und einzugeben.

Der Teilnehmer erhält ein Zertifikat des SFZ.

Der Teilnehmer lernt den Aufbau und die Funktionsweise einer Braillezeile kennen. Es werden die Unterschiede zur Vollschrift, die vor allem in der Darstellung der Umlaute, Satzzeichen, Zahlen und Großschreibung liegen, vermittelt.

Nach Abschluss der Maßnahme kann der Teilnehmer kürzere Texte im Computerbraille auf einer Braillezeile lesen. Durch die Nutzung der Sprachausgabe und der Braillezeile wird so ein effektives Arbeiten am PC möglich.

Inhalte:  

  • Grundlagen des Betriebssystems 
  • Grundlagen der Hilfsmittelnutzung für Blinde und Sehbehinderte 
  • Grundlagen der Textverarbeitung 
  • Grundlagen der Tabellenkalkulation
  • Grundlagen der Kommunikation (Internet und E-Mail)

Die Kurse werden entsprechend der individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer angepasst. Das betrifft sowohl den zeitlichen als auch den inhaltlichen und örtlichen Rahmen der Angebote.

Mögliche Kostenträger sind:

  • die Agentur für Arbeit / Jobcenter,
  • Arbeitgeber,
  • das Integrationsamt,
  • Krankenkassen,
  • Rentenversicherungen,
  • Berufsgenossenschaften,
  • Unfallversicherungen.

Sie können das jeweilige Angebot auch als Selbstzahler nutzen. Je nach Kostenträger muss ein gesondertes Antragsverfahren (z. B. Rezeptverordnung) beachtet werden.

Für Nutzer des Apple - iPhones gibt es zwei neue Schulungen im Sehzentrum Chemnitz. Blinde bzw. sehbehinderte Schulungsteilnehmer können einmal die Bedienung per VoiceOver erlernen. Für die bessere Orientierung unterwegs gibt es die Schulung zur Navigation und Orientierungshilfe per iPhone.

Schulungen:
"Bedienung des Apple - iPhone mit VoiceOver"
"Das iPhone als Navigations- und Orientierungshilfe"

Wir bieten regelmäßig einen Stammtisch für Menschen mit Sehbehinderung an. Dazu sind Sie recht herzlich eingeladen. Es finden Vorträge zu verschiedenen blinden- und sehbehindertenspezifischen Themen statt. Dabei ist ein reger Austausch zwischen den einzelnen Betroffenen möglich.

Zu den Treffen werden verschiedene Themenbereiche aus dem Alltag der Teilnehmer aufgegriffen.  

Einige Beispiele hierfür:

  • Wo kann ich Unterstützung erfahren, wenn meine Seheinschränkung stärker wird?
  • Wie kann ich trotz eingeschränktem Sehen meinen Alltag bewältigen?
  • Welche Hilfsmittel kann ich dafür nutzen?
  • Wie gestalten andere Betroffene ihren Alltag und ihre Freizeit? 

Infomaterial

• Folder Sehzentrum Fachgeschäft Dresden, Datei im Word-Format (38 KB), Datei im Pdf-Format (387 MB)

• Infoblatt Punktschrift, Datei im Pdf-Format (47 KB)
• Infoblatt Orientierung und Mobilität (O&M), Datei im Pdf-Format (49 KB)
• Infoblatt Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF), Datei im Pdf-Format (50 KB)
• Infoblatt Low Vision / Sehfunktionstherapie, Datei im Pdf-Format (47 KB)
• Infoblatt Exzentrisches Sehtraining, Datei im Pdf-Format (48 KB)

Sehzentrum Fachgeschäft

Sarah Smitkiewicz, Betriebsleiterin

Sprechzeiten: Mo bis Fr 10 - 12 Uhr und nach Vereinbarung

Standort

Könneritzstraße 15
01067 Dresden
Tel. +49 (0) 351 3223-399
Fax +49 (0)351 3223-101
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