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Wohnheim für blinde und sehbehinderte Schüler/-innen

Für blinde und sehbehinderte Schüler/-innen, die in der Berufsfachschule für Physiotherapie eine schulische Ausbildung zum Masseur, Medizinischen Bademeister und Physiotherapeuten oder in der Berufsförderschule ein Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) absolvieren besteht die Möglichkeit während dieser Zeit im Wohnheim zu leben.

Das Wohnheim bietet für 14 junge Menschen eine Unterbringung und eine sinnesspezifische Förderung an. 

Die Betreuung und Begleitung der Schüler/-innen im Wohnheim nehmen einen besonderen Stellenwert ein. Das Erlernen und Festigen lebenspraktischer Handlungskompetenz und somit ein selbstständiges Gestalten des Lebensalltags gehört genauso zu den Förderschwerpunkten wie die Angebote für den Einstieg in das Erwerbsleben und die Bewältigung des Berufsalltags.

Die Schüler/innen des BVJ erhalten eine intensive Lernunterstützung für einen erfolgreichen Hauptschulabschluss am Ende des Schuljahres.

Differenzierte Wohnformen für individuelle Bedürfnisse

Das Wohnheim für blinde und sehbehinderte Schüler/-innen befindet sich im Haus 36 im Gelände des SFZ. 

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen leben in Einzel- und Doppelzimmern zusammen, nutzen gemeinsam eine Küche, Sanitäreinrichtung und einen Klubraum. Die Ausstattung der Zimmer entspricht dem Standard und umfasst Objektmöbel, Waschmaschine, Trockner und Freizeiteinrichtungen. Alle Zimmer sind mit modernen Medienanschlüssen ausgestattet. Separate Lernzimmer mit Computerarbeitsplatz und Blindenhilfsmitteln können gemeinschaftlich genutzt werden. Das gemeinsame Lernen und die Gruppenarbeit zur Prüfungsvorbereitung tragen wesentlich zur Verbesserung der Lernatmosphäre und der Prüfungserfolge bei. 

Die Zusammensetzung der Wohngruppen wird nach Stärke des Betreuungs- und Hilfebedarfes der Jugendlichen und jungen Erwachsenen entschieden. Es gibt Gruppen mit hoher und weniger hoher Betreuung. Minderjährige blinde und sehbehinderte Jugendliche werden in eigenen Wohngruppen zusammengefasst und betreut. 

Dabei bilden die verschiedenen Wohngruppen kein starres System, sondern jeder Bewohner hat die Möglichkeit, Wünsche zu äußern. Gemeinsam mit den Erziehern wird über eine geeignete Wohnform innerhalb des Hauses entschieden, die jederzeit entsprechend des Entwicklungsstandes des Jugendlichen gewechselt werden kann. In den Wohngruppen mit hoher Betreuung ist die Fixierung auf den Erzieher noch besonders stark, so dass ein Stück familiäre Atmosphäre geschaffen wird. 

Selbstständige volljährige Schüler/-innen können in eine Wohngemeinschaft außerhalb der Einrichtung, in das benachbarte Stadtgebiet Kaßberg ziehen. Sie verfügen über ein möbliertes Einzelzimmer in einer Drei-Raum-Wohnung und nutzen die eingerichtete Küche mit Balkon, Bad und Freizeiteinrichtungen gemeinsam. Alle Wohnungen sind barrierefrei und die Zimmer haben eigene Medienanschlüsse. Ein Lernzimmer mit Computerarbeitsplatz und Hilfsmitteln kann von allen Bewohnern genutzt werden. 

Die Erzieher üben zunehmend eine beratende Tätigkeit aus und unterstützen die jungen Erwachsenen besonders in Problem- und Konfliktsituationen und geben Hilfen zur Zukunftsplanung. Zunehmend sind die Bewohner für die Organisierung des Alltags, eigenständige Führung ihres Haushalts, die Verwaltung ihrer Finanzen sowie die Planung und Durchführung von Freizeitaktivitäten verantwortlich. Sie treffen ihre eigenen Regeln für die Gestaltung des Zusammenlebens und bereiten sich so auf ein eigenständiges Erwachsenen- und Erwerbsleben vor.

Ilona Thiele

Ilona Thiele

Leitung Internat und Wohnheim

Standort

Flemmingstraße 8 c - Haus 1
09116 Chemnitz
Tel. + 49 (0) 371 3344-360
Fax + 49 (0) 371 3344-394
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